E-Mail an den Hundetreff-Alpen

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10 Bitten eines Hundes an den Menschen:

  • Mein Leben dauert 10 -15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, eh´ Du mich anschaffst.
  • Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.
  • Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.
  • Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde - ich habe nur Dich.
  • Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.
  • Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.
  • Bedenke, eh´ Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Köchelchen Deiner Hand zerquetschen könnten, dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.
  • Ehe Du mit mir schimpfst, bedenke: Vielleicht plagt mich ein ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu den Unbilden des Wetters ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.
  • Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.
  • Geh´ jeden schweren Gang mit mir. Sag nie: "Ich kann so was nicht sehen" - oder "es soll in meiner Abwesenheit geschehen". Alles ist leichter für mich mit Dir.
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US-Senator George Graham Vest Rede zur Verteidigung eines Hundes

Meine Herren Geschworenen:

"Der beste Freund , den ein Mensch auf dieser Erde haben kann, kann sich ändern und zum Feinde werden. Sohn und Tochter, die er mit liebender Sorge großgezogen hat, mögen sich als undankbar erweisen. Die, die uns am nächsten stehen und uns am liebsten sind, jene, denen wir in unserem Glück gutgläubig vertrauten, mögen Verräter an ihrer Wahrhaftigkeit werden. Das Geld, das ein Mensch besitzt, kann er wieder verlieren. Es zerinnt ihm dann, wenn er es am nötigsten bräuchte. Des Menschen Ruf kann im Nu einer Fehlbetrachtung zum Opfer fallen. Leute, die sich vor uns beugen, um auf die Knie zu fallen und uns Ehre zu bezeugen, solange wir Erfolg haben, mögen die ersten sein, die den tückischen Stein nach uns werfen, wenn uns Fehlschläge heimsuchen.

Den einzigen unbedingt selbstlosen Freund , den ein Mensch in dieser eigensüchtigen Welt haben kann, der ihn niemals verläßt, der sich niemals undankbar erweist oder als verräterisch, ist der Hund.

Meine Herren Geschworenen:

Des Menschen Hund hält zu ihm in Glanz und Armut , in Wohlbefinden und Krankheit. Er wird auf dem kalten Boden schlafen, wenn der Wintersturm bläst und der Schnee stürmt. wenn er nur neben seines Herrn Seite bleiben darf.

Er wird ihm die Hand lecken, selbst wenn sie ihm kein Futter reichen kann. Er wird die Wunden und Verletzungen lecken, die, die rauhe Umwelt mit sich bringt. Er bewacht den Schlaf seines verarmten Herrn, als ob dieser ein Prinz wäre.

Wenn alle Freunde sich abwenden, dann bleibt er. Wenn der Reichtum schwindet und der gute Ruf zerbricht, dann bleibt er in seiner Liebe so beständig, wie die Sterne am Firmament. Wenn das Schicksal seinen Herrn in die weite Welt verschlägt, ohne Freunde und heimatlos, fragt der treue Hund nach weiter nichts, als das er ihn begleiten und gegen Gefahren beschützen darf.

Er kämpft gegen seines Herren Feind. Wenn dann der letzte Abschnitt anbricht und der Tod seinen Herrn in die Arme nimmt, der leblose Körper in das kühle Grab gelegt wird, ganz gleich, ob alle anderen Freunde ihres Weges weiterziehen, hier am Grabe ist der edle Hund zu finden, mit dem Kopf zwischen den Pfoten, mit traurigen, aber wachsamen Augen, treu und wahr bis zum Tode ".

Die Verteidigungsrede des amerikanischen Senators George Graham Vest zu Gunsten eines Hundes mit dem Namen "Drum" gelangte zur Weltberühmtheit. Sie wurde vor Gericht in einem überfüllten Gerichtssaal gehalten.

"Drum" wurde erschossen, und der Mann, der dies getan hat, wurde von "Drums" Herrn verklagt.

Hervorragende Rechtsanwälte wurden von beiden Parteien eingesetzt und der Fall war bereits durch mehrere Instanzen gelaufen.

Beim letzten Prozeß schien die Gegenseite zu gewinnen, bis sich Senator Vest erhob und seine unsterbliche Rede hielt.

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Ein Gebet für die Tiere von Albert Schweitzer

O Gott, höre unser Gebet für unsere Freunde, die Tiere, besonders für alle die Tiere, die gejagt werden oder sich verlaufen haben oder hungrig und verlassen sind - und sich fürchten; für alle die eingeschläfert werden müssen.

Für Sie alle erbitten wir Deine Gnade und Dein Erbarmen, und für alle, die mit ihnen umgehen erbitten wir ein mitfühlendes Herz, eine sanfte Hand und ein freundliches Wort.

Mach uns selbst zu wahren Freunden der Tiere und laß uns so teilhaben am Glück der Barmherzigen.

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WIE KONNTEST DU NUR ?

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich Dich mit meinen Possen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich Dein Kind, und trotz einer Anzahl durchgekauter Schuhe und so manchem abgeschlachteten Sofakissen wurde ich Dein bester Freund. Immer wenn ich "böse" war, erhobst Du Deinen Finger und fragtest mich "Wie konntest Du nur?" - aber dann gabst Du nach und drehtest mich auf den Rücken, um mir den Bauch zu kraulen.

Mit meiner Stubenreinheit dauerte es ein bisschen länger als erwartet, denn Du warst furchtbar beschäftigt, aber zusammen bekamen wir das in den Griff. Ich erinnere mich an jene Nächte, in denen ich mich im Bett an Dich kuschelte und Du mir Deine Geheimnisse und Träume anvertrautest, und ich glaubte, das Leben könnte nicht schöner sein. Gemeinsam machten wir lange Spaziergänge im Park, drehten Runden mit dem Auto, holten uns Eis (ich bekam immer nur die Waffel, denn "Eiskrem ist schlecht für Hunde", sagtest Du), und ich döste stundenlang in der Sonne, während ich auf Deine abendliche Rückkehr wartete.

Allmählich fingst Du an, mehr Zeit mit Arbeit und Deiner Karriere zu verbringen - und auch damit, Dir einen menschlichen Gefährten zu suchen. Ich wartete geduldig auf Dich, tröstete Dich über Liebeskummer und Enttäuschungen hinweg, tadelte Dich niemals wegen schlechter Entscheidungen und überschlug mich vor Freude, wenn Du heimkamst und als Du Dich verliebtest.

Sie, jetzt Deine Frau, ist kein "Hundemensch" - trotzdem hieß ich sie in unserem Heim willkommen, versuchte ihr meine Zuneigung zu zeigen und gehorchte ihr. Ich war glücklich, weil Du glücklich warst. Dann kamen die Menschenbabies, und ich teilte Deine Aufregung darüber. Ich war fasziniert von ihrer rosa Haut und ihrem Geruch und wollte sie genauso bemuttern. Nur dass Du und Deine Frau Angst hattet, ich könnte ihnen wehtun, und so verbrachte ich die meiste Zeit verbannt in einem anderen Zimmer oder in meiner Hütte. Oh, wie sehr wollte auch ich sie lieben, aber ich wurde zu einem "Gefangenen der Liebe".

Als sie aber grösser waren, wurde ich ihr Freund. Sie krallten sich in meinem Fell fest, zogen sich daran hoch auf wackligen Beinchen, pieksten ihre Finger in meine Augen, inspizierten meine Ohren und gaben mir Küsse auf die Nase. Ich liebte alles an ihnen und ihre Berührung - denn Deine Berührung war jetzt so selten geworden - und ich hätte sie mit meinem Leben verteidigt, wenn es nötig gewesen wäre.

Ich kroch heimlich in ihre Betten, hörte ihren Sorgen und Träumen zu, und gemeinsam warteten wir auf das Geräusch Deines Wagens in der Auffahrt. Es gab einmal eine Zeit, da zogst Du auf die Frage, ob Du einen Hund hättest, ein Foto von mir aus der Brieftasche und erzähltest Geschichten über mich. In den letzten Jahren hast Du nur noch mit "Ja" geantwortet und das Thema gewechselt. Ich hatte mich von "Deinem Hund" in "nur einen Hund" verwandelt, und jede Ausgabe für mich wurde Dir zum Dorn im Auge.

Jetzt hast Du eine neue Berufsmöglichkeit in einer anderen Stadt, und Du und sie werdet in eine Wohnung ziehen, in der Haustiere nicht gestattet sind. Du hast die richtige Wahl für "Deine" Familie getroffen, aber es gab einmal eine Zeit, da war ich Deine einzige Familie.

Ich freute mich über die Autofahrt, bis wir am Tierheim ankamen. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Angst, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest die Formulare aus und sagtest "Ich weiss, Sie werden ein gutes Zuhause für sie finden". Mit einem Achselzucken warfen sie Dir einen gequälten Blick zu. Sie wissen, was einen Hund oder eine Katze in "mittleren" Jahren erwartet - auch mit "Stammbaum". Du musstest Deinem Sohn jeden Finger einzeln vom Halsband lösen, als er schrie "Nein, Papa, bitte! Sie dürfen mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Und ich machte mir Sorgen um ihn und um die Lektionen, die Du ihm gerade beigebracht hattest: über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortung, und über Respekt vor allem Leben. Zum Abschied hast Du mir den Kopf getätschelt, meine Augen vermieden und höflich auf das Halsband und die Leine verzichtet. Du hattest einen Termin einzuhalten, und nun habe ich auch einen.

Nachdem Du fort warst, sagten die beiden netten Damen, Du hättest wahrscheinlich schon seit Monaten von dem bevorstehenden Umzug gewusst und nichts unternommen, um ein gutes Zuhause für mich zu finden. Sie schüttelten den Kopf und fragten "Wie konntest Du nur?".

Sie kümmern sich um uns hier im Tierheim so gut es eben geht. Natürlich werden wir gefüttert, aber ich habe meinen Appetit schon vor Tagen verloren. Anfangs rannte ich immer vor ans Gitter, sobald jemand an meinen Käfig kam, in der Hoffnung, das seiest Du - dass Du Deine Meinung geändert hättest - dass all dies nur ein schlimmer Traum gewesen sei... oder ich hoffte, dass es zumindest jemand wäre, der Interesse an mir hätte und mich retten könnte. Als ich einsah, dass ich nichts aufzubieten hatte gegen das vergnügte Um-Aufmerksamkeit-Heischen unbeschwerter Welpen, ahnungslos gegenüber ihrem eigenen Schicksal, zog ich mich in eine ferne Ecke zurück und wartete.

Ich hörte ihre Schritte als sie am Ende des Tages kam, um mich zu holen, und trottete hinter ihr her den Gang entlang zu einem abgelegenen Raum. Ein angenehm ruhiger Raum. Sie hob mich auf den Tisch und kraulte meine Ohren und sagte mir, es sei alles in Ordnung. Mein Herz pochte vor Aufregung, was jetzt wohl geschehen würde, aber da war auch ein Gefühl der Erleichterung. Für den Gefangenen der Liebe war die Zeit abgelaufen. Meiner Natur gemäss war ich aber eher um sie besorgt. Ihre Aufgabe lastet schwer auf ihr, und das fühlte ich, genauso wie ich jede Deiner Stimmungen erfühlen konnte.

Behutsam legte sie den Stauschlauch an meiner Vorderpfote an, während eine Träne über ihre Wange floss. Ich leckte ihre Hand, um sie zu trösten, genauso wie ich Dich vor vielen Jahren getröstet hatte. Mit geübtem Griff führte sie die Nadel in meine Vene ein. Als ich den Einstich fühlte und spürte, wie die kühle Flüssigkeit durch meinen Körper lief, wurde ich schläfrig und legte mich hin, blickte in ihre gütigen Augen und flüsterte "Wie konntest Du nur?"

Vielleicht verstand sie die Hundesprache und sagte deshalb "Es tut mir ja so leid". Sie umarmte mich und beeilte sich mir zu erklären, es sei ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass ich bald an einem besseren Ort wäre, wo ich weder ignoriert noch missbraucht noch ausgesetzt werden könnte oder auf mich alleine gestellt wäre - einem Ort der Liebe und des Lichts, vollkommen anders als dieser irdische Ort. Und mit meiner letzten Kraft versuchte ich ihr mit einem Klopfen meines Schwanzes zu verstehen zu geben, dass mein "Wie konntest Du nur?" nicht ihr galt. Du warst es, mein geliebtes Herrchen, an den ich dachte. Ich werde für immer an Dich denken und auf Dich warten.

Möge Dir ein jeder in Deinem Leben so viel Loyalität zeigen.

Originaltitel "How Could You?", Copyright Jim Willis 2001,

(Übersetzt aus dem Amerikanischen von Elvira Rösch & Nicole Valentin-Willis)

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Wenn es soweit ist......

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach und quälende Pein hält ständig mich wach,

was Du dann tun musst - tu es allein. Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück. Furcht vor dem Muss? Es gibt kein zurück!

Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei. Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss; Nur: Bitte, bleibe bei mir bis zum Schluss.

und halte mich fest und red mir gut zu; bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit, ich bin sicher, wirst du es wissen, es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.

Vertrauendes Wedeln ein letztes mal, Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn du es einst bist, der Herr dieser schweren Entscheidung ist.

Wir waren beide so innig vereint,es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

Dass Du sehr traurig, verstehe ich wohl.Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.

An diesem Tag -mehr als jemals geschehn,muss deine Freundschaft das Schwerste bestehn.
 

aus dem Englischen übertragen V.W. Schuster

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